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Sehenswürdigkeiten in Berlin

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Das Ägyptische Museum befindet sich im Neuen Museum auf der Berliner Museumsinsel. Das Neue Museum wurde von Friedrich Wilhelm IV., König von Preußen, in Auftrag gegeben, weil das Alte Museum nicht genug Platz für die stetig anwachsende Sammlung bot. Es wurde 1859 eröffnet. Das Ägyptische Museum beherbergt die Sammlung von Kunstwerken aus der Zeit König Echnatons aus der Residenzstadt Tell el Amarna. Eines der wichtigsten Ausstellungsstücke, welches dem Museum weltweite Anerkennung brachte, ist die Büste der Königin Nofretete.

Altes Museum

Das Alte Museum wurde 1830, nach den Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel, fertiggestellt. Mit seinen achtzehn kannellierten ionischen Säulen, in Anlehnung an das römische Pantheon, zählt es zu den Bauwerken des Klassizismus. Ursprünglich als reines Kunstmuseum gedacht, wurde es, nach Humboldts Idee, als Bildungseinrichtung für das Bürgertum gebaut. In der heutigen „Antiken Sammlung“ des Alten Museums befinden sich Kunst und Skulpturen der Griechen und der Römer.

Berliner Ensemble

Das Haus am Schiffbauerdamm, damals „Neues Theater“, wurde von dem Architekten Heinrich Seeling gebaut und 1892 eröffnet. Nachdem das Berliner Ensemble1949 von Bertolt Brecht und Helene Weigel gegründet wurde, zog es 1954 in das barocke Theater am Schiffbauerdamm ein. Durch Uraufführungen wie Brechts „Dreigroschenoper“, „Giftgas über Berlin“ von Peter Martin Lampel, Heiner Müllers „Zement“, und mit Inszenierungen wie Molières „Don Juan“ oder Shakespeares „Coriolan“ hat es das Berliner Ensemble zu großem Erfolg gebracht.

Berliner Philharmonie

Berliner Philharmonie

Architekt Hans Scharoun entwarf und baute die Berliner Philharmonie, welche 1963 fertiggestellt wurde. Von außen einem Zelt ähnlich, ist es ein pentagonaler Konzertsaal mit 2440 Sitzplätzen. Die Bühne befindet sich in der Mitte, wodurch das Publikum die Orchestermitglieder von allen Seiten sehen kann. Der spezielle Innenbau und die Installation eines Meyer Sound Systems macht die Akustik der Philharmonie einzigartig. Der Kammermusiksaal der Philharmonie wurde mit seinen 1180 Plätzen erst 1987 fertiggestellt.

Brandenburger Tor

Brandenburger Tor

Das letzte noch erhaltene Stadttor Berlins, das Brandenburger Tor, wurde von Carl Gotthard Langhans im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II gebaut. 1791 wurde das aus Elbsandstein bestehende, 26 Meter hohe, 65 Meter breite und 11 Meter tiefe Tor mit seinen dorischen Säulen fertiggestellt. Die fünf Durchfahrten sind heute zur Erhaltung des Tores gesperrt. Das Brandenburger Tor steht in Berlin Mitte am Pariser Platz, der seit 2000 "Platz des 18. März" genannt wird. Während der DDR-Zeit war das Gelände Sperrgebiet. Auf dem Brandenburger Tor ist die Quadriga, die Siegesgöttin Victoria mit ihrem Streitwagen zu sehen.

Deutsches Historisches Museum

Deutsches Historisches Museum

Das 1987 gegründete Deutsche Historische Museum befindet sich im Zeughaus. 1730 fertiggestellt ist das Zeughaus das älteste Gebäude der Prachtstrasse Unter den Linden. Das Barockgebäude wurde von Kurfürst Friedrich III. in Auftrag gegeben. Das Deutsche Historische Museum zeigt die einzelnen Epochen der Geschichte Deutschlands, vom 1. Jahrhundert vor Christus bis in die Gegenwart, und stellt diese in einen europäischen Zusammenhang. Neben den Ausstellungen betreibt das Museum mit dem „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ in Bonn das Internetportal LeMO, mit digitalisierten Beständen der geschichtlichen Sammlung.

East Side Gallery

East Side Gallery

Die East Side Gallery ist mit ihren 1,3 km das längste noch bestehende Stück Berliner Mauer. Sie befindet sich in der Mühlenstraße und läuft entlang der Spree, vom Berliner Ostbahnhof bis zur Oberbaumbrücke. Nach der Grenzöffnung kamen namhafte Künstler aus aller Welt und bemalten die große graue Berliner Mauer. Mit mehr als hundert Bildern wurde sie die größte Open-Air-Galerie der Welt. Die East-Side-Gallery ist ein internationales Denkmal der Freiheit und steht seit 1992 unter Denkmalschutz.

Haus am Checkpoint Charlie

Checkpoint Charlie

Das Mauermuseum, oder Haus am Checkpoint Charlie wurde 1963 im letzten Haus vor der Grenze eröffnet. Das „erste Museum des internationalen gewaltfreien Kampfes“ deckt mit seinen Ausstellungen, Vorträgen, Filmvorführungen, einer Bibliothek und einer Galerie, das gesamte Facettenreichtum der DDR- und Mauergeschichte ab. Von Fotos und Dokumentationen, über Fluchtutensilien wie Heißluftballon, Sessellift und Mini-U-Boot, oder der Schreibmaschine der Charta 77, bis hin zu Tagebuch und Sandalen von Mahatma Gandhi reichen die Exponate des Mauermuseums.

Holocaust Denkmal

Holocaust Denkmal

Durch Lea Rosh ins Leben gerufen und von Architekt Peter Eisenman entworfen und umgesetzt, wurde das Berliner Holocaust Mahnmal am 10. Mai 2005 eröffnet. Auf einer Fläche von ca. 19.000 Quadratmetern wurden 2711 Betonquader (Stelen) mit einer Grundfläche von 2,38 mal 0,95 Metern, aber unterschiedlicher Höhe aneinander gereiht. Unterhalb des Stelenfeldes wurde der „Ort der Information“ angelegt. Dort befinden sich vier Räume zum Andenken an die ermordeten Juden Europas. Der „Raum der Dimensionen“ zeigt das Ausmaß der Vernichtung, der „Raum der Familien“ demonstriert beispielhaft das Schicksal jüdischer Familien aus unterschiedlichen Verhältnissen, im „Raum der Namen“ sind alle bisher bekannten Opfer mit Namen und Daten aufgelistet und der „Raum der Orte“ stellt exemplarisch Orte der Judenvernichtung vor.

Jüdisches Museum Berlin

Jüdisches Museum Berlin

Der Neubau des Jüdischen Museums Berlin von Daniel Libeskind wurde 2001 eröffnet. Der komplett mit Zink verkleidete Bau zeigt nicht nur durch seine Ausstellungen die verworrene deutsch-jüdische Geschichte. Über die Verbindung der Wohnorte berühmter Berliner Juden und Nichtjuden schaffte Libeskind sich ein Liniensystem, von dem er die Linienführung des gesamten Gebäudes abhängig machte. Der Bau, mit seinen Leerräumen, seinen Achsen, dem Holocaust-Turm und dem Garten des Exils spiegelt die Geschichte wieder, mit all ihren Facetten, und gehört somit zu den spektakulärsten Museumsbauten in Deutschland.

Kurfürstendamm

Kurfürstendamm

Als Kurfürst Joachim II 1542 im Grunewald das Jagdschloss "Zum gruenen Wald" bauen ließ, brauchte er einen Verbindungsweg vom Berliner Stadtschloss aus. Damals nichts weiter als ein befestigter Knüppeldamm, findet man den "Churfürstendamm" 1685 erstmals auf einer Karte eingezeichnet. Durch den Weitblick von Otto von Bismarck hat der einstige Knüppeldamm sich zum Boulevard entwickelt. Heute ist der Kurfürstendamm eine Einkaufs- und Freizeit-, Vergnügungsmeile.

Neue Nationalgalerie

Neue Nationalgalerie

Die Neue Nationalgalerie wurde von Architekt Mies van der Rohe entworfen und 1968 eröffnet. Sie wurde am Kulturforum, gegenüber der Philharmonie gebaut. Dieser aus Glas bestehende Pavillon wurde als Ikone der modernen Architektur gefeiert. Der Schwerpunkt der Ausstellung in der Neuen Galerie liegt auf der europäischen und nordamerikanischen Malerei und Plastik des 20. Jahrhunderts. Diese Sammlung der Moderne beinhaltet Werke von Künstlern des Kubismus, Expressionismus, Bauhaus und des Surrealismus, wie Picasso, Dalí oder Kandinsky.

Pergamonmuseum

Pergamonmuseum

Das Pergamonmuseum wurde von Ludwig Hoffmann nach Alfred Messels Entwürfen auf der Berliner Museumsinsel errichtet und 1930 eröffnet. Heute befinden sich drei Museum in dem Gebäude. Zu der „Antikensammlung“ im Pergamonmuseum gehören die Architektursäle, der Skulpturentrakt und der Pergamonaltar. Das „Vorderasiatische Museum“ ist weltweit eines der bedeutendsten Museen orientalischer Altertümer. Schwerpunkt des „Museum für Islamische Kunst“ sind der vordere Orient, Ägypten und der Iran.

Reichstag

Reichstag

Mit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 brauchte man einen Regierungssitz. 1894 wurde das Reichstagsgebäude am Platz der Republik, nach einem Entwurf von Paul Wallot, fertiggestellt. 1916 bekam es seine Giebelinschrift „Dem Deutschen Volke“. Das Herzstück des Bauwerkes ist der Plenarsaal mit der Glaskuppel. In 50 Metern Höhe in der Glaskuppel befindet sich eine, für jeden zugängliche, Aussichtsplattform. Der Plenarsaal im Reichstag wird durch einen Spiegelkegel, der das Tageslicht lenkt, beleuchtet.

Schloss Charlottenburg

Schloss Charlottenburg

Das Schloss Charlottenburg ist heute die größte Residenz der Hohenzoller. 1699 wurde das von Sophie Charlotte, die Frau des Kurfürsten Friedrichs III., in Auftrag gegebene Schloss im italienischen Barockstil, nach den Plänen des Architekten Arnold Nehring, fertiggestellt. Im Park des Schlosses Charlottenburg befindet sich das Mausoleum, zu Ehren von Königin Luise gebaut. Heute befindet sich im Schloss Charlottenburg die größte Sammlung französischer Malerei des 18. Jahrhunderts, außerhalb von Frankreich.

Siegessäule

Siegessäule

Die 67 Meter hohe Siegessäule steht heute im Berliner Tiergarten. Sie wurde 1873 von Johann Heinrich Strack im Auftrag Kaiser Wilhelms I, als Gedenken an die preußischen Siege gegen Dänemark (1864), Österreich (1866) und Frankreich (1870-71), errichtet. Dabei wurden Beutestücke aus den Feldzügen, wie vergoldete Geschützrohre, verwendet. Zu der Zeit stand die Siegessäule auf dem Königsplatz vor dem Reichstag. Auf der Säule steht eine Statue der Siegesgöttin Victoria. Innerhalb der Siegessäule gibt es eine Wendeltreppe mit 285 Stufen, über die man auf die Aussichtsplattform gelangt.